Forschung und Passion

Aufnahme aus einer Fotosession mit der Gebhard Gruppe Gendermedizin.. Fotograf Kellenberger.

Ich bin Forscherin, Hochschullehrerin – und jemand, der neugierig bleibt.
Was ich mache, passt nicht in eine einzige Schublade. Ich arbeite in der Medizin und den Neurowissenschaften, habe aber genauso Freude an Technik, IT, Physik und neuen Ideen. Für mich heisst das: hinschauen, Fragen stellen, Lösungen suchen und nie stehen bleiben.

Wissen ist wichtig – aber noch wichtiger ist, was wir daraus machen.
Ich glaube nicht an einfache Gewissheiten. Die Welt ist komplex, und genau das fasziniert mich. Ich schaue gerne hinter die Oberfläche, suche Muster, die wir sonst übersehen würden, und finde so Wege, wie wir Dinge besser verstehen oder verbessern können.

Wie ich dahin gekommen bin?
Ich bin in einer nicht-akademischen Familie aufgewachsen. Meine Neugier kam früh: durch Science-Fiction, Naturwissenschaften, durchs Tüfteln am Computer. Musik hat mich lange begleitet, heute finde ich Ausgleich im Gestalten mit den Händen – Stricken, Häkeln, kleine Projekte. Für mich gehören Kopf, Herz und Hand zusammen.

Ich habe Psychologie studiert, dazu Neurophysiologie und Philosophie – weil ich verstehen wollte, wie wir denken, was uns leitet und was wir unter „Wahrheit“ verstehen. In meiner Doktorarbeit ging es darum, wie das Gehirn zwischen wichtigen und weniger wichtigen Erinnerungen unterscheidet.

Mein Weg war selten gerade. Während der Dissertation habe ich schon technische Entwicklungen begleitet, digitalisiert, Projekte aufgebaut und Forschungsteams unterstützt. Danach war ich in einem Start-up Teil der Geschäftsleitung, später Expertin in einem Konzern – bevor ich 2013 zurück in die akademische Forschung und ins Gesundheitssystem ging.

Heute arbeite ich an einem Thema, das mir besonders am Herzen liegt: gesundes Altern.
Ich leite eine Forschungsgruppe und bin Co-Leiterin des Zentrums für Prävention und Demenztherapie. Ich forsche an den frühen Stadien der Alzheimer-Demenz und daran, wie wir Prävention persönlicher, wirksamer und gerechter gestalten können – auch mit Blick auf Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

Ich veröffentliche in verschiedenen Bereichen, arbeite mit vielen Teams zusammen und bin auch im Spital tätig, wo ich Brücken zwischen Forschung und Praxis schlage.

Diese Vielfalt prägt mich.
Sie gibt mir einen breiten Horizont – und die Überzeugung, dass gute Lösungen immer dort entstehen, wo Wissenschaft, Alltag und Menschen zusammenkommen. Genau dort möchte ich etwas beitragen.

Publikationen von mir sind hier zu finden:

Treyer V – Search Results – PubMed (nih.gov)

‪Valerie Treyer‬ – ‪Google Scholar‬

Valerie Treyer (0000-0002-4584-3031) (orcid.org)